Bei der Finanzierung der eigenen Immobilie kann der künftige Hauseigentümer unterschiedliche Varianten wählen. Eine davon ist die sogenannte Fondshypothek. Anstatt den Kredit während der Laufzeit schrittweise zurückzuzahlen, fließen die monatlichen “Tilgungsraten” in Aktienfonds. Am Laufzeitende soll dann mit dem angesparten Geld die gesamte Kreditsumme auf einen Schlag an die Bank zurückgezahlt werden.
Grundsätzlich ist eine solche Hausfinanzierung nur dann attraktiv, wenn die Rendite aus der Aktienfondsanlage - nach Abzug aller Kosten - den Zinssatz des Immobilienkredits übertrifft. Zwar sind bei ausreichend langer Haltedauer Renditen von acht Prozent und mehr auf die Aktienanlage möglich. Da aber die Wertentwicklung am Aktienmarkt sowohl nach oben als auch nach unten schwankt, kann niemand eine solche Rendite garantieren, wenn der Zeitpunkt der Darlehensrückzahlung ausgerechnet in eine schwächere Marktphase fällt. Ist das Aktienvermögen zu gering oder im Extremfall noch nicht einmal ausreichend, um den Kredit zu tilgen, verteuert sich der Hauskauf entsprechend.
Die Fondshypothek bietet bei guter Marktentwicklung durchaus Chancen, ist aber für den Anleger auch mit einem hohen Risiko verbunden, erklärt das Deutsche Aktieninstitut. Wer nicht so risikofreudig ist - immerhin handelt es sich bei dem angesparten Geld oftmals um einen beträchtlichen Teil des eigenen Vermögens - sollte Hausfinanzierung und Vermögensaufbau voneinander trennen. Unter Renditeaspekten gehört zu Letzterem selbstverständlich auch die Aktie - aber gut diversifiziert, sprich in Kombination mit anderen Vermögensklassen.
Ansprechpartner:
Herr Dr. Norbert Kuhn
Deutsches Aktieninstitut e. V.
Telefon: +49 (69) 92915-20
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Quelle (lifePR)
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