Die “Hessische Energiespar-Aktion” informiert: Feuchtigkeit und Schimmel müssen nicht sein

Feuchtigkeit und Schimmel in Wohnräumen sind häufig die Folge des kalten und feuchten Wetters in den Übergangszeiten Frühjahr und Herbst. Aber auch Lüftungsfehler oder zu sparsames Heizen im Winter können die Ursache dafür sein, genauso wie undichte Fenster oder Dächer. “Ist Schimmel einmal entstanden, verschwindet er nicht wieder von alleine und kann schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit haben”, so Werner Eicke-Hennig, Pro-grammleiter der Hessischen Energiespar-Aktion”

Schimmelpilze erzeugen schlechte Gerüche, können zu Schäden am Putz führen und beein-trächtigen die Gesundheit der Bewohner. Die Pilzsporen gelangen in die Raumluft und wer-den über die Atemwege oder die Haut aufgenommen. Bei einigen Schimmelpilzen vermutet man, dass sie Lungenerkrankungen und Allergien hervorrufen.

In Neubauten sind aufgrund des verbesserten Wärmeschutzes meist Fehler beim Heizen und Lüften die Ursache. Schimmelschäden gibt es hier auch seltener. In Altbauten sind oft bauliche Schwächen im Wärmeschutz und Undichtheiten die Verursacher. Schimmelsporen finden sich unsichtbar überall in unserer Umgebung. Erst bei Zutritt von Feuchtigkeit kann der Schimmel sein Wachstum beginnen. Ideale Nährböden sind Tapetenkleister, Papier und andere organische Materialien. Bis zu 15 Liter Wasser werden in einem 4-Personen Haushalt pro Tag als Wasserdampf an die Raumluft abgegeben. Der Mensch trägt durch Atmen und Schwitzen, sowie Kochen oder Wäsche trocknen zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit bei. Dieser Wasserdampf in der Raumluft muss weggelüftet werden. Im Frühjahr und Herbst ist die Außenluft jedoch recht feucht und die Lüftung trägt dann nicht so stark zur Entfeuchtung der Wohnung bei. Es muss also öfter gelüftet werden als im kalten Winter. Sonst kann sich die höhere Raumluftfeuchte an den auskühlenden oder im Frühjahr noch kalten Wänden, Decken, in Ecken und Kanten sowie Laibungen als Feuchtefilm niederschlagen. Diese Feuchte braucht der Schimmel zum Wachstum.

Das Vermeiden kalter, feuchter Bauteile ist somit die wichtigste Maßnahme bei der Bekämp-fung von Schimmel. Mehrmaliges tägliches Stoßlüften von 10 - 15 Minuten ist die wirtschaft-lichste Methode. Ausreichendes Heizen aller Räume beugt ebenso einer Schimmelbildung vor. Das bedeutet aber Aufwand, ist bei beruflicher Abwesenheit schwer zu machen oder verbraucht teure Energie.

Der Königsweg ist eine nachträgliche Dämmung der Außenhülle des Gebäudes. Dadurch kühlen die Außenbauteile nicht so stark aus. An warmen Bauteilen kondensiert kein Tau-wasser aus, sie “schwitzen” nicht. Schimmel findet nun keine Feuchtigkeit mehr zum Wach-sen.

Solange der Schimmel noch auf Wand, Tapete oder Kachel sitzt, kann er mit wenig Aufwand gezielt bekämpft werden, zum Beispiel mit 70 - 90 %igen Alkohol, Spiritus oder Isopropanol. Tiefer sitzende, schon abgetötete Schimmelpilze in Fugen, können mit Dampfreinigern sinn-voll beseitigt werden. Im fortgeschrittenen Stadium kann hochprozentiger Alkohol oder ein Chlorreiniger dem Schimmel zuleibe rücken. Insgesamt sind Chemikalien zur Schimmelbe-kämpfung aber langfristig wirkungslos, wenn die Ursachen der Schimmelbildung nicht besei-tigt werden!

Informationen zur “Hessischen Energiespar-Aktion”, zum “Energiepass Hessen”, den Koope-rationspartnern, die 14 Energiesparinformationen mit detaillierten Hinweisen zu den wichtigs-ten Energiespartechniken, viele weitere Fachbeiträge oder die Energieberaterliste erhalten Sie unter www.energiesparaktion.de

Quelle lifePR

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