Student aus Taiwan mit Beitrag “Return Pot” im Finale von Electrolux Design Lab 2007
Trotz umfangreicher Anstrengungen, mit denen zum Recycling ermuntert wird, ist die Recyclingrate bei steigenden Gesamtverbrauchszahlen seit Jahren rückläufig. Juan Ying-Hao, Designstudent an der Cranbrook Academy of Art in Bloomfield Hills im US-Bundesstaat Michigan ist der Ansicht, dass dies selbst dann noch der Fall sein wird, wenn erneuerbare und biologisch abbaubare Materialien an Popularität gewinnen, weil zentrale Sammelsysteme von der Nachfrage überwältigt werden.
Dieser ernüchternde Ausblick liegt seinem Beitrag für das Electrolux Design Lab 2007 zugrunde, einem kompakten Gerät, das Plastiktüten aus Polymilchsäure (PLA)-Harz in Kompost für Pflanzen umwandeln kann.
Die Inspiration für sein Konzept kam Ying-Hao, als er über die Motivation nachdachte, die hinter den täglichen Gewohnheiten der Menschen steckt. “Mir wurde klar, dass alles, was wir tun, vom ’Nehmen’ geleitet wird. Ich hatte Schwierigkeiten, mir eine menschliche Aktion oder ein Ritual vorzustellen, das auf der aufrichtigen Intention des ’Zurückgebens’ basiert, mit Ausnahme vielleicht der Wiederaufforstung. Mit Hilfe der PLA-Harztechnologie könnte dieses Konzept die Lücke füllen.”
Ying-Hao erläutert, dass PLA-Harz bis zum Jahr 2020 an Popularität gewinnen wird, da es Kunststoffe auf Ölbasis ersetzt. Zwar kann PLA-Harz auf natürliche und industrielle Weise kompostiert werden, auf einer Deponie kann es jedoch einige Jahre dauern, bis eine Plastiktüte verrottet.
“Bei der derzeitigen Verbrauchsrate werden wir vor das Problem ungeheurer Mengen an PLA-Abfall gestellt sein, wenn wir uns ausschließlich auf die natürliche Kompostierung verlassen”, fährt er fort. “Eine PLA-Rückgewinnungsmaschine als Haushaltsgerät ist nicht nur bequem für den Verbraucher, sondern bindet die Menschen auch persönlich ein, was einen gewissen Erziehungseffekt hat. Da jeder Rückgewinnungsprozess mehrere Tage dauern kann, lernt der Verbraucher, dass Ergebnisse nicht sofort sichtbar sind und bald ein PLA-Stau entsteht, wenn er seine Konsumrate nicht senkt.
Wenn der Anwender das batterielose Gerät dreht, wird durch ein Kugellager im Spulentunnel ein Magnetfeld erzeugt, das den Strom gewinnt, der für den Rückgewinnungszyklus benötigt wird. Das Ergebnis sind Wasser, Kompost und eine geringe Menge CO2.
Ying-Hao meint, einer der wichtigsten Aspekte, wie sein Konzept zu einer besseren Umwelt beitragen könnte, sei die Änderung der Einstellung. “Ich glaube nicht, dass ein bestimmtes Objekt oder Design die Welt verändern kann”, erläutert er. “Es sind die Menschen, die die Welt verändern. Ich hoffe, dass die Konfrontation der Leute mit ihren Konsumgewohnheiten sie dazu bringen wird, selbst die Initiative zu ergreifen, ein ausgewogeneres und nachhaltigeres Leben zu führen. Und zwar sowohl in umweltfreundlicher als auch in kultureller Hinsicht.”
Wie wirkt sich Öko-Design nach Ying-Haos Einschätzung auf die Geräte der Zukunft aus? “Meiner Ansicht nach muss sich Öko-Design vom bloßen Merkmal zu einer Philosophie wandeln, so wie bestimmte Religionen die Lebensweise ihrer Gläubigen definieren. Ich denke auch, dass Produkte im Öko-Design nicht einfach nur mehr Komfort bieten sollten, sondern die Verbraucher in die richtige Richtung lenken sollten.”
Ying-Haos Beitrag ist einer von acht Finalisten, die um den ersten Platz im Electrolux Design Lab 07 konkurrieren, der fünften Ausgabe dieses jährlichen weltweiten Wettbewerbs. Hunderte von Designstudenten aus aller Welt nahmen am diesjährigen Wettbewerb teil und wurden aufgefordert, ihre Ideen für ökologische und nachhaltige Haushaltsgeräte und Lösungen für 2020 zu präsentieren.
Ansprechpartner:
Frau Elisabeth Lokai-Fels
Unternehmenskommunikation
E-Mail: unternehmenskommunikat[…]
Telefon: +49 (911) 323-1258
Fax: +49 (911) 323-1178
Zuständigkeitsbereich: Leitung Unternehmenskommunikation
Über Electrolux Hausgeräte Vertriebs GmbH:
Quelle (lifePR)
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