Mit dem „Immobilenverzehr“ können Hausbesitzer aus ihrem Wohneigentum eine lebenslange Rente machen. Das Modell ist in den USA schon weit verbreitet und könnte auch in Deutschland populär werden.
Noch können Bundesbürger mit dem Begriff „Immobilienverzehr“ wenig anfangen. Doch der Markt beginnt sich zu entwickeln: Am Bodensee bietet die „Stiftung Liebenau“ den Immobilenverzehr unter dem Namen „Zustifterrente“ an. Nach Einschätzung des Immobilienportals Immowelt.de wird der Markt in den kommenden Jahren aber wachsen und auch für die großen Kreditinstitute interessant werden.
Die Idee kommt aus den USA und ist schnell erklärt: Im Alter verkauft der Hausbesitzer seine Immobilie an eine Bank und bekommt im Gegenzug dafür ein lebenslanges Wohnrecht und eine monatliche Rente. Nach seinem Tod verkauft das Kreditinstitut dann das Gebäude und macht unter dem Strich ein gutes Geschäft. Aber auch der Verkäufer kann davon profitieren, meint das Immobilienportal Immowelt.de. In Zeiten sinkender Renten winkt älteren Menschen ein risikoloses Zubrot, ohne dass sie dafür ihre gewohnte Umgebung verlassen müssen – zumal der Anteil jener Ehepaare steigt, die keine Kinder haben und darum auch nicht unbedingt etwas vererben wollen. Das senkt die Hemmschwelle für den Hausverkauf. Auch bei der „Zustifterrente“ wird die Immobilie gekauft, die Stiftung zahlt eine Rente und übernimmt teure Instandhaltungskosten. Die Höhe der monatlichen Rente ergibt sich aus dem Wert der Immobilie, dem Alter des Kunden und einem Risikoabschlag. Beispielweise erhielte eine 72-jährige, alleinstehende Frau für den Verkauf ihres Hauses im Wert von 420.000 Euro eine lebenslange Zusatzrente von monatlich etwa 800 Euro. Zielgruppe der Stiftung sind Alleinstehende oder Paare ab einem Lebensalter von etwa 65 bis circa 80 Jahren. Ihr Schwerpunkt liegt auf Immobilien im süddeutschen Raum.
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Quelle (openPR)
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