Gmundner Trockenbau-Unternehmen sorgt mit optimiertem Schallschutz für ungestörte Ruhe in Wiener Viersterne-Hotel
Vom Bürogebäude zur Nobelherberge: Im ersten Wiener Gemeindebezirk lässt derzeit Karl Wlascheks Amisola-Stiftung die ehemalige niederösterreichische Wirtschaftskammer zu einem Viersterne-Hotel umbauen. Großen Anteil daran hat das Unternehmen Perchtold aus Gmunden bzw. Wiener Neudorf. Ende August hat der Trockenbau-Spezialist sein in dieser Art größtes Schallschutz-Projekt erfolgreich abgeschlossen.
Der oberösterreichische Trockenbau-Spezialist Perchtold hat beim Innenausbau eines Hotels in der Wiener Herrengasse 8.000 Quadratmeter Trennwände und 5.000 Quadratmeter Decken hochgradig effektiv gegen Lärm abgeschirmt. Der Schalldämmwert in den Wänden zwischen den 34 Hotelzimmern pro Etage sowie in den Decken zwischen Erdgeschoß und siebentem Stock liegt neun Dezibel über der Norm. “Die bei diesem Projekt errichteten Schallschutzwände verfügen über einen deutlich besseren Schutz als es in diesem Bereich Standard ist. Der Dämmwert ist fast doppelt so hoch als üblich”, erklärt Perchtold-Verkäufer Markus Tschernitz.
“Piano”-Profile machen den Unterschied
Die Optimierung gelang Perchtold durch den Einsatz von “Piano”-Schallschutzwänden der Firma Knauf. Diese halten einem Wert von 63 Dezibel stand, während eine herkömmliche, 15 Zentimeter dicke Metallständerwand ein Schalldämmmaß von 54 Dezibel erreicht. Jede Zimmerwand-Seite wird doppelt mit der “Piano”-Platte beplankt, Unterkonstruktion mit 100 Millimeter breiten MW-Schallschutzprofilen. Die “Piano”-MW-Profile entkoppeln den Schalldurchgang in der Unterkonstruktion. “Das bringt den entscheidenden Effekt”, so Verkäufer Tschernitz. Die Einarbeitung der Gipskartonplatten zwischen Parterre und Dachgeschoß war für Perchtold in der Kombination von Materialmenge und Dämmwert einzigartig.
Logistische Herausforderung
Die Baustelle in der Wiener Altstadt war aber auch punkto Logistik eine Besonderheit, die Bauzeit für den Trockenbau mit sechs Monaten relativ kurz (Gesamtbauzeit: 18 Monate) bemessen. Vor allem aber mussten die Firmen gut aufeinander abgestimmt sein, weil weder Lkws noch Sattelzüge in die Herrengasse einfahren durften. “So mussten sich sämtliche Betriebe ihr Material über zwei Turmdrehkräne liefern lassen - die waren pausenlos im Einsatz”, berichtet Projektleiter Ernst Kulmer. Um die hohen Anforderungen zu erfüllen, hatte Perchtold an der Hotel-Baustelle im Durchschnitt täglich 28 Arbeiter im Einsatz.
Adresse mit Geschichte
Die Herrengasse in Wien ist sowohl unter Geschäftsleuten als auch unter Kulturinteressierten wohlbekannt. Ehe das Objekt “Nummer 10″ in den Jahren 1947 bis 2006 Sitz der niederösterreichischen Handels- bzw. Wirtschaftskammer war, hatte es unter dem Namen Café “Herrenhof” unter Literaten große Bedeutung. Berühmte Männer wie Friedrich Torberg oder Robert Musil trafen sich dort zum Gedankenaustausch und pflegten die Wiener Kaffeehaustradition. Ab 1. Dezember 2008 wird das im Jahre 1913 erbaute Haus wiederum neu genutzt: Das “Steigenberger Hotel Herrenhof” ist für qualitätsbewusste Geschäftsreisende und Städteliebhaber konzipiert.
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