Kleben schafft Durchblick

Fenster-Klebetechnik von Dow Corning bringt Vorteile für Häuslebauer und Renovierer – imago Fenster ist das erste Fenster in der Schweiz, das nach MINERGIE-P zertifiziert wurde Holz, Kunststoff oder Alu? Eine Frage, die viele Bauherren als Erstes beantworten müssen.
Immer? Nein, nicht immer. Der Fensterhersteller swisswindows aus der Schweiz will sich nicht mehr daran halten und setzt sich mit seinem imago-Fenster einfach darüber hinweg. „In Gesprächen mit Architekten bemerken wir immer wieder, dass wir sehr schnell nach der Beschreibung des imago-Fensters bei Gestaltungsfragen ankommen, Stilfragen diskutieren und Alternativen prüfen. Die Materialfrage wird oft völlig übergangen, so als würde sie keine Rolle spielen“, wundert sich selbst Adrian Schlumpf, Leiter Technik der swisswindows AG und Geschäftsführer Dörig Bauphysik AG.
Das mag damit zusammenhängen, dass swisswindows in der Materialfrage sehr unorthodox vorgeht: Da werden beispielsweise bei Hebe-Schiebetüren Kunststoffprofile des einen Systemlieferanten mit Bodenschwellen eines anderen gemischt und mit Holzbauteilen zusammengefügt. „Von allem das Beste, um daraus ein neues, überzeugendes und eigenständiges Produkt zu schaffen“, betont Schlumpf. Besonders sichtbar wird dies beim Design-Fenstersystem „imago“ in Klebetechnik, das gleich mehrere Auszeichnungen erhielt: 2007 wurde „imago“ in der Kategorie „Industrie/Gebäude“ mit dem „if product design award 2008“ ausgezeichnet und 2008 zusätzlich mit dem „red dot design award“. Klare Formensprache, überzeugende technische Eigenschaften und vielfältige Ausstattungsvarianten überzeugten die Juroren. Neben der reinen Variante als Kunststoff-Fenster mit verklebter Glasscheibe ist imago auch mit aufgeklipster Alu-Schale oder als Farbvariante erhältlich, ebenso als Energiesparfenster oder mit Rundbogen und Sprossen für die Altbaurenovierung.

St. Gallen, Firmensitz von swisswindows, liegt in 700 Meter Höhe über dem Meeresspiegel in direkter Nachbarschaft des Bodensees. Ein herrlicher Ausblick und vielleicht Denkanstoß? Im Jahr 2004/2005 suchte der frühere Fensterhersteller dörig (heute swisswindows) eine Neuorientierung in der Fenster-Herstellung. Dabei spielten Aspekte der Wärmedämmung, der effizienteren Produktion und architektonische Ansprüche eine wichtige Rolle. Das Spannungsfeld größer werdender Fensterflächen und höherer Wärmedämmung führte zur Einbeziehung neuer Fertigungs-Technologien. Rahmenloses Verkleben großformatiger Isoliergläser an Hochhausfassaden gehörte zwar genauso wie geklebte Fassadenfenster schon seit Jahrzehnten zum Angebot der Fassadenbauer, aber in der Serienfertigung von Fenstern für den Hausbau hatte diese Technologie noch keinen Einzug gehalten. Wohl auch aus Mangel an geeigneten Klebstoffen, die zwar technologisch ausgezeichnet, aber für einen Serieneinsatz in Fensterproduktionen mit hohen Durchsätzen bei kurzen Taktzeiten noch nicht ausgereift waren. Auf der Suche nach dem passenden Kleber traf swisswindows auf den weltweit führenden Anbieter von Silikontechnologie, Dow Corning, der mit einem einzigartigen Siliconkleber alle Bedürfnisse und Anforderungen erfüllte. Die langjährige Erfahrung und die hohe Kompetenz von Dow Corning in Bezug auf bewährte Klebetechnologie schufen die Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Architekten suchen stärker denn je nach durchdachten Lichtführungen und dem transparenten Raumgefühl ohne Sichteinschränkung. So wachsen Fensterflächen und Fensterelemente. Treffen diese Aspekte auf einen hervorragenden Energiehaushalt, ist auch der Qualitätsanspruch des Käufers erfüllt. Lange Jahre stießen die Kunststoff-Fenster mit ihren breiten und klobigen Rahmenansichten auf den Unmut und die Ablehnung der Architekten. Die innovative Weiterentwicklung der Klebetechnologie in der jüngsten Vergangenheit bringt hier nach Jahrzehnten einen Technologie-Schub und Design-Fortschritt für das Kunststoff-Fenster mit sich. Viel Glas und wenig Rahmen. Durch die direkte Verklebung der Scheibe mit dem Flügel erhöht sich bei einem schmalen und filigranen Flügel sogar die Statik des gesamten Fensterflügels. Gleichzeit kann auf den Stahleinschub verzichtet werden und die Fensterfläche vergrößert sich, was weiterhin – mit geeignetem Wärmeschutzglas – zu einer noch besseren Energie-Effizienz des Fensters führt. Zusätzlich entfallen das leidige Absenken des Fensterflügels und das damit bisher nötige Nachverklotzen. Schmale Profile, mehr Licht im Raum durch größere Fensterflächen und eine bessere Energiebilanz des Fensters: Darüber freuen sich der Architekt und der Wohnungsinhaber gleichermaßen. Außerdem erhöht sich durch die Kombination von Glas, Beschlag und Verkleben der Einbruchschutz beim zweiflügeligen Fenster: WK1 und WK2, ja sogar WK3 sind beim imago Fenster von swisswindows möglich. Zusätzlich hält das imago Fenster auch dem Preisvergleich beim ästhetischen Vergleich stand. Bezieht der Bauherr allerdings die Einbruchssicherheit beim Vergleich mit ein, gewinnt imago sogar gegenüber Wettbewerbsmodellen.
„Diese positiven Leistungsmerkmale wären ohne das Kleben nicht möglich gewesen,“ bekennt Adrian Schlumpf zufrieden. Verklebt wird das imago-Fenster nur in der Produktion, nicht am Bau. Schlumpf: „Wir haben uns bewusst für das Dow Corning Klebesystem entschieden, weil wir damit das angestrebte Alleinstellungsmerkmal erzielen konnten. Es handelt sich um einen extrem schnell vulkanisierenden Konstruktionskleber auf Siliconbasis. In der Aushärtegeschwindigkeit passt dieser Klebstoff ideal zu unseren Produktionsbedingungen. Das führte zur Entscheidung, dieses Zweikomponenten-Klebesystem ausschließlich in der automatisierten Produktion und nicht manuell auf der Baustelle anzuwenden. Nur so können wir die nötige Prozess-Sicherheit gewährleisten.“
Die Dauerhaftigkeit und Leistungsfähigkeit des Siliconklebers ist besonders beeindruckend, bedenkt man, dass seit über 40 Jahren geklebte Konstruktionen höchsten Wind- und Wetterbelastungen standhalten. Das imago-Fenster hat somit die gleiche Lebensdauer wie ein Standardfenster. Grundlage für den Nachweis der Dauerhaftigkeit ist hier die „ETAG 002“, die „Leitlinie für die Europäische Technische Zulassung für Geklebte Glaskonstruktionen“, die in der Prüfung deutlich härtere Bedingungen als die Realität vorschreibt. „Der kraftschlüssige und kraftübertragende Klebeverbund des Glases mit dem Flügelrahmen bildet eine sehr verwindungssteife Einheit. Abgesehen von der besseren Wärmedämmung, der höheren Lichtausbeute im Gebäudeinneren und dem erhöhten Einbruchschutz, zeigen die schmaleren und dennoch stabileren Profilkombinationen der neuen geklebten Kunststoff-Fenster den wirklichen Produktvorteil und die sichtbare Innovation im Kunststoff-Fensterbau,“ unterstreicht Idil Yurdakul, Dow Corning Marktsegment-Leiterin Fenster. Dabei bietet der schnellreaktive Siliconkleber nicht nur aussagekräftige Produktvorteile, wie eine hervorragende primerlose Haftung auf unterschiedlichen Untergründen, hohe Kraftaufnahme, dauerhafte Elastizität oder höchste UV- und Witterungsbeständigkeit, die eine langanhaltende Verklebung gewährleisten. Auch die Vorteile für das produzierende Unternehmen liegen auf der Hand: Kurze Vernetzungszeiten und schnellere Weiterbearbeitung der Fenster beschleunigen den Produktionsprozess und erhöhen die Kapazität. Das Unternehmen Dow Corning kann auf eine jahrzehntelange Erfahrung in der Herstellung von Klebesystemen für Glasfassaden verweisen. Und auch im Verkleben von Fenstern war Dow Corning von Anfang an dabei. Bereits 1997 wurden erste Fenstersysteme in Frankreich verklebt und eingebaut. „Wir favorisieren nach wie vor das Zweikomponenten-Klebesystem in der Produktion, weil es einfach das prozess-sicherste System ist. Einkomponentige Reaktionssysteme sind zu stark abhängig von Temperatur und Luftfeuchte, die im Jahresverlauf sehr unterschiedlich sein können“, betont Sigurd Sitte, Anwendungsingenieur Dow Corning, „Selbst für die manuelle Verklebung sind Zweikomponenten-Systeme inzwischen einsetzbar. Hierzu haben wir gerade ein neues System auf den Markt gebracht, dass mit geringem Aufwand eine Verarbeitung aus der Kartusche prozesssicher zulässt. Auch in der Anwendungstechnik entwickeln und optimieren wir im Sinne unserer Kunden kontinuierlich und können vielleicht bald etwas Neues, Pfiffiges herausbringen.“

„Langfristigkeit“ war ebenfalls ein wichtiges Kriterium bei der Entwicklung von imago. swisswindows legte großen Wert darauf, ein zeitgemäßes Fenstersystem in einem schlichten, geradlinigen Design zu entwickeln, das keinen Modewellen unterliegt. Schließlich soll das eingesetzte Kunststoff-Fenster jahrzehntelang im Gebäude für Freude sorgen und nicht nach kurzer Zeit unmodern wirken. So erreicht das mehrfach ausgezeichnete imago-System bei einem Glasanteil von 87 Prozent, einer von außen sichtbaren Stulppartie von 92 mm (innen 95 mm) und 3 Energiespardichtungen einen UW-Wert von bis zu 0,75 W/m2K. Zusätzlich geschützt wird das System durch den „Long Life Protector“ (LLP). Eingeklipst unter den Glaseinstand, schützt LLP die Glaskante vor mechanischen Beschädigungen, UV-Strahlen und Witterungseinflüssen.
Quelle pressrelations.de

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